Produktänderungen: Visual C++ .NET 2002

Aktualisiert: November 2007

Hinweis:

Möglicherweise sind einige der in diesem Thema erwähnten Features in der aktuellen Version von Visual C++ noch nicht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Neues in Visual C++.

Microsoft Visual C++ .NET 2002 bietet eine Vielzahl neuer Features und Verbesserungen:

  • Verwalteter Code und .NET Framework

  • Attributierte Programmierung

  • Visual C++-Compiler, -Linker und die Visual C++-Sprache

  • Entwicklungsumgebung

  • Ressourcen-Editoren

  • Bibliotheken

  • Bereitstellung und Neuverteilung einer Anwendung

  • Visual C++ .NET-Beispiele

Verwalteter Code und .NET Framework

In Visual C++ gibt es zwei Möglichkeiten, verwalteten Code zu schreiben. Beide Möglichkeiten vereinfachen die COM-Programmierung und ermöglichen den Programmen den Zugriff auf Dienste, die von der .NET-Common Language Runtime bereitgestellt werden (beispielsweise die Garbage Collection oder Sprachinteroperabilität).

  • Managed Extensions for C++   Mithilfe dieser Erweiterungen können Sie mit der Erstellung von C++-Code in bestehenden Programmen fortfahren.

  • Visual C#   C# ist eine neue Programmiersprache, die einfach, typsicher und objektorientiert ist. C# stellt die Weiterentwicklung von C und C++ dar und ist als solche speziell für die Entwicklung von .NET Framework-Anwendungen konzipiert.

Attributierte Programmierung

Attribute bieten eine effiziente und schnelle Methode zur Vereinfachung der COM-Programmierung in Visual C++. Attribute (beispielsweise C++-Schlüsselwörter) werden in den Quelldateien verwendet und vom Compiler interpretiert. Sie können das Verhalten von vorhandenem Code ändern und sogar zusätzlichen Frameworkcode hinzufügen, um grundlegende Aufgaben (beispielsweise die Implementierung von ActiveX-Steuerelementen, die Erstellung einer Klassenfactory oder die Formatierung eines Datenbankbefehls) durchzuführen. Attribute können nahezu auf jedes Visual C++-Objekt angewendet werden, beispielsweise auf Klassen, Datenmember und Memberfunktionen. Sie können aber auch als eigenständige Anweisungen in den Quellcode eingefügt werden.

Die Hilfe zu Visual C++ enthält exemplarische Vorgehensweisen zu Attributen, die unterschiedliche Aspekte der attributierten Programmierung behandeln.

Visual C++-Compiler, -Linker und die Visual C++-Sprache

Die folgenden Compiler-, Linker- sowie andere Buildtools und Visual C++-Sprachfeatures sind neu in Visual C++ .NET. Darüber hinaus wurde die C++-Standardbibliothek aktualisiert.

Compiler

  • Standardkompatibilitätsprobleme in Visual C++.

  • Compileroption /AI.

  • Compileroption /clr.

  • Compileroption /FU.

  • Compileroption /Fx.

  • Compileroption /GH.

  • Die Compileroption /Gi wurde aus dem Compiler entfernt. Der Visual C++-Compiler führt keine inkrementelle Kompilierungen mehr aus. /Gi wird ohne Ausgabe einer Meldung vom Compiler ignoriert.

  • Die Compileroption /GD wurde aus dem Compiler entfernt.

  • Compileroption /GL.

  • Compileroption /GS.

  • Neue Schlüsselwörter, die mit Managed Extensions for C++ verknüpft sind.

  • /Qlfist ist jetzt dokumentiert.

  • /O1 und /O2 verwenden jetzt /GF anstelle von /Gf.

  • /Ox, /O1 und /O2 verwenden jetzt /Ob2 anstelle von /Ob1.

  • Compileroption /RTC.

  • Compileroption /showIncludes.

  • Mit der Compileroption /w können Sie jetzt auch das Verhalten spezifischer Warnungen festlegen.

  • Mit der Compileroption /Wall können Sie alle Warnungen einschließlich der standardmäßig deaktivierten Warnungen aktivieren.

  • Compileroption /WL.

  • Compileroption /Wp64.

  • /Y-Compileroption.

  • Compileroption /Zc:forScope.

  • Compileroption /Zc:wchar_t.

  • Eine Liste mit Warnungen, die standardmäßig deaktiviert sind.

  • Boolesche Ausdrücke haben jetzt den Typ bool und nicht BOOL.

Linker

  • Linkeroption /ALLOWBIND.

  • Linkeroption /ASSEMBLYMODULE.

  • Linkeroption /ASSEMBLYRESOURCE.

  • Die Linkeroption /COMMENT ist jetzt veraltet. Verwenden Sie das comment-Pragma.

  • Das CVPACK-Dienstprogramm wurde entfernt.

  • Die Linkeroption /DEBUGTYPE wurde entfernt. Die Symbolunterstützung im COFF-Format wurde entfernt; Symbole müssen jetzt in PDB-Dateien eingefügt werden.

  • Die Linkeroption /GPSIZE wurde entfernt. In Abhängigkeit davon, ob GP relative Umsetzungen der Daten vorhanden sind, bestimmt der Linker den optimalen Speicherort für gemeinschaftliche Variablen (nicht initialisierte globale Datenelemente).

  • Die Linkeroption /IDLOUT.

  • Linkeroption /IGNOREIDL.

  • /LINK50COMPAT wurde entfernt. In Visual C++ .NET erstellte Importbibliotheken sind kompatibel mit Visual C++ 6.0.

  • Linkeroption /LTCG .

  • /MAPINFO:FIXUPS ist nicht mehr vorhanden.

  • Linkeroption /MIDL.

  • Linkeroption /NOASSEMBLY.

  • Die Linkeroption /PDB:NONE ist nicht mehr vorhanden. Debuginformationen in der EXE-Datei werden nicht mehr unterstützt.

  • Linkeroption /PDBSTRIPPED.

  • Die Linkeroption /PDBTYPE ist nicht mehr vorhanden. Debuginformationen werden in eine einzelne PDB-Datei geschrieben.

  • Die Linkeroption /PROFILE ist nicht mehr vorhanden. Wenn Sie einen Profiler eines Drittanbieters verwenden, für den /PROFILE erforderlich ist, müssen Sie stattdessen /FIXED:NO verwenden. In dieser Version wird /PROFILE vom Linker immer noch als Synonym für /FIXED:NO akzeptiert.

  • Der Source Profiler (ein Linkerdienstprogramm) wurde entfernt.

  • Linkeroption /TLBID.

  • Linkeroption /TLBOUT.

  • Linkeroption /TSAWARE.

  • Die Linkeroption /WARN wurde entfernt.

Dumpbin

  • Option /CLRHEADER.

  • Die Option /IMPORTS für das Dienstprogramm DUMPBIN nimmt nun einen optionalen Parameter entgegen, um die Importe aus einer bestimmten DLL anzuzeigen.

  • Option /PDBPATH.

  • Die /RAWDATA-Parameter werden umbenannt, die Syntax aus früheren Versionen ist jedoch weiterhin gültig.

  • Option /UNWINDINFO.

Visual C++-Sprache

  • Das _AddressOfReturnAddress-Schlüsselwort ist jetzt dokumentiert.

  • __alignof-Schlüsselwort.

  • Covariant-Rückgabetypen werden nun unterstützt.

  • __declspec(align)-Schlüsselwort.

  • __declspec(deprecated)-Schlüsselwort.

  • __declspec(noinline)-Schlüsselwort.

  • Das __declspec(selectany)-Schlüsselwort unterstützt jetzt auch dynamisch zugeordnete Objekte (durch einen Konstruktor initialisierte Objekte).

  • __event-Schlüsselwort.

  • Die for-Anweisung unter /Ze wurde geändert, sodass sie mehr dem Standardverhalten entspricht.

  • __if_exists-Schlüsselwort und __if_not_exists-Schlüsselwort.

  • __interface-Schlüsselwort.

  • Function-try-Blocks werden nun unterstützt.

  • __m64-Datentyp

  • __m128-Datentyp.

  • __m128d-Datentyp.

  • __m128i-Datentyp.

  • MMX-, SSE- und SSE2-Spezifikationen.

  • __super-Schlüsselwort.

  • Das template-Schlüsselwort lässt jetzt Vorlagenparameter zu.

  • throw(...)-Syntax.

  • __assume (compilerintern).

  • __debugbreak (compilerintern).

  • __noop (compilerintern).

  • Explizite Überschreibungen.

  • Die maximale Anzahl von Ebenen geschachtelter Klammern in einem einzelnen Ausdruck beträgt nun 256.

  • Das _ReturnAddress-Schlüsselwort ist jetzt dokumentiert.

  • __sealed-Schlüsselwort.

  • __w64-Schlüsselwort.

  • wchar_t ist jetzt ein systemeigener Datentyp.

  • Neue Schlüsselwörter, die mit Managed Extensions for C++ verknüpft sind.

Präprozessor

  • conform-Pragma.

  • Das vordefinierte Makro __COUNTER__.

  • deprecated-Pragma.

  • Das vordefinierte Makro __FUNCDNAME__.

  • Das vordefinierte Makro __FUNCSIG__.

  • Das vordefinierte Makro __FUNCTION__.

  • #import-Direktive:|

  • Typbibliotheken können jetzt durch progid oder libid bestimmt werden.

  • Die folgenden Attribute sind neu in der #import-Direktive:

    • embedded_idl

    • no_dual_interfaces

    • no_smartpointers

  • _MANAGED-Präprozessordirektive.

  • Verwaltete und nicht verwaltete Pragmas.

  • Das pack-Pragma enthält jetzt eine Option show zum Anzeigen des aktuellen pack-Werts.

  • pop_macro ist jetzt dokumentiert.

  • push_macro ist jetzt dokumentiert.

  • runtime_checks-Pragma.

  • section-Pragma.

  • #using-Direktive.

  • _WCHAR_T_DEFINED-Präprozessordirektive.

Entwicklungsumgebung

Die folgenden Features und Änderungen der Entwicklungsumgebung sind neu in Visual C++ .NET.

  • Die Klassenansicht wurde erweitert.

  • Ausschließen von Dateien aus der Abhängigkeitsprüfung (neue Prozedur).

  • Das Eigenschaftenfenster enthält ein benutzerdefiniertes Raster zum Anzeigen und Ändern der Objekteigenschaften in einem Projekt.

  • Mithilfe von Projekteigenschaftenseiten lassen sich Buildeinstellungen für Projekte festlegen.

  • Assistenten sind in HTML und JScript geschrieben und enthalten zur Unterstützung Textdateien. Dadurch sind benutzerdefinierte Assistenten jetzt flexibler und besser erweiterbar.

  • Die Assistentenleiste und der Klassen-Assistent wurden entfernt.

  • Das Anpassen des Buildprozesses steht als neues Präbuildereignis zur Verfügung.

  • Der Datenbankerstellungs-Assistent ist in Visual C++ .NET nicht mehr verfügbar.

  • Das Feature zum Exportieren von NMAKE-Makefiles ist nicht mehr verfügbar. Verwenden Sie devenv-Befehlszeilenschalter, um ein Visual C++-Projekt über die Befehlszeile zu erstellen.

  • Bei Visual C++ 6.0-Projekten, die /Gf verwenden und in die neue Version importiert werden, erfolgt eine Konvertierung der Optionen /Gf in /GF.

Ressourcen-Editoren

Symbolleiste "Grafik-Editor" und Optionsauswahl

Die Symbolleiste des Grafik-Editors wurde in Visual C++ 6.0 als Symbolleiste Grafiken bezeichnet. Die Schaltflächen auf der Symbolleiste im Wesentlichen haben sich zwar nicht verändert (Tools zum Zeichnen, Malen und Löschen, für die Texteingabe sowie zum Bearbeiten von Ansichten), es gibt jedoch geringfügige Änderungen im Verhalten sowie in der Darstellung der Symbolleiste.

In Visual C++ 6.0 handelte es sich bei der Symbolleiste Grafiken ursprünglich um ein angedocktes Fenster auf der linken Seite des Arbeitsbereichs, und die Optionsauswahl befand sich in einem Feld innerhalb der Symbolleiste. In Visual C++ .NET erscheint die Symbolleiste VC-Grafik-Editor im oberen Bereich des Arbeitsbereichs. Die Optionsauswahl wird nun als Schaltfläche mit einem Dropdownpfeil ganz rechts in der Symbolleiste Grafik-Editor angezeigt. Das Symbol auf der Schaltfläche für die Optionsauswahl ändert sich in Abhängigkeit vom ausgewählten Tool.

Das Dialogfeld "Text-Tool" in der Symbolleiste "Grafik-Editor"

Das Verhalten des Dialogfelds Texttool hat sich in Visual Studio .NET gegenüber Visual C++ 6.0 geändert.

Aktion

Ergebnis in Visual C++ 6.0

Ergebnis in Visual Studio .NET

Drücken der EINGABETASTE

Fügte eine neue Textzeile hinzu.

Beendet das Text-Tool und bestätigt die Änderungen.

Klicken auf die Schaltfläche Schließen

Beendete das Text-Tool und bestätigte die Änderungen.

Beendet das Text-Tool und bestätigt die Änderungen.

Drücken von ESC

Beendete das Text-Tool und bestätigte die Änderungen.

Beendet das Text-Tool und verwirft die Änderungen.

Drücken von UMSCHALT + EINGABE

(Nicht zutreffend)

Fügt eine neue Textzeile hinzu.

Drücken Sie STRG + EINGABE

(Nicht zutreffend)

Fügt eine neue Textzeile hinzu.

Durch diese Änderungen verhält sich das Text-Tool nun eher wie ein normales Dialogfeld und wie die anderen Tools des Grafik-Editors.

Bibliotheken

Hinweis:

Möglicherweise sind einige der in diesem Thema erwähnten Features in der aktuellen Version von Visual C++ nicht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Neues in Visual C++.

Folgende in Visual C++ .NET enthaltene Bibliotheken sind entweder neu oder wurden verändert.

Active Template Library (ATL)

  • Die Standardeinstellungen für ATL-Projekte haben sich geändert.

  • Weitere Referenzthemen zu ATL-Methoden enthalten Codebeispiele.

  • Unterstützung für Auflistungen und Enumeratoren: ICollectionOnSTLImpl, IEnumOnSTLImpl, CComEnumImpl, CComEnumOnSTL und CComEnum

  • CImage ist eine neue Klasse, die erweiterte Bitmapunterstützung bereitstellt, sodass u. a. Bilder in den Formaten JPEG, GIF, BMP und PNG (Portable Network Graphics) geladen und gespeichert werden können.

  • Neue Klassen zum Verwalten von Arrays, Listen und Strukturen: CAtlArray, CAtlList, CAtlMap, CRBMap und CRBMultiMap.

  • Neue Makros und Klassen für die Zeichenfolgenkonvertierung.

  • Dienstprogrammklassen: CAdapt

  • Hosten von ActiveX-Steuerelementen: IAxWinAmbientDispatch, IAxWinHostWindow, CAxWindow2

  • Optimierung von CComBSTR und CComVariant

  • Neue Makros: OBJECT_ENTRY_AUTO und OBJECT_ENTRY_NON_CREATEABLE_EX_AUTO

  • Vereinfachte Objekterstellung: CComCoClass::CreateInstance

  • Verbesserte Debugunterstützung: _ATL_DEBUG_INTERFACES

  • Registrierungsunterstützung für REG_MULTI_SZ-Werte: CRegKey

  • Neue Sicherheitsklassen: CAcl, CDacl, CSacl, CSecurityAttributes, CSecurityDesc, CSid, CTokenGroups und CTokenPrivileges.

  • Neue Arrayverwaltungsklassen: CSimpleArray, CSimpleMap, CComSafeArray, CComSafeArrayBound.

  • Eine Currency-Objektklasse: CComCurrency.

  • Die folgenden ATL-Makros müssen als veraltet eingestuft werden: atlTraceFlags, ATLTrace, BEGIN_OBJECT_MAP, OBJECT_ENTRY, END_OBJECT_MAP.

  • Mehrere ATL-Methoden wurden ersetzt.

  • Die Funktionalität von CComModule wurde auf mehrere neue Klassen verteilt.

ATL-Server

ATL-Server umfasst eine Reihe von systemeigenen C++-Klassen, mit deren Hilfe Webanwendungen, XML-Webdienste und andere Serveranwendungen erstellt werden können. Viele Klassen können auch in Clientanwendungen oder -komponenten verwendet werden.

C-Laufzeitbibliothek

  • Funktionen zur Laufzeit-Fehlerüberprüfung

  • Der new-Operator ist nun in der Lage, eine Ausnahme auszulösen oder den Wert 0 zurückzugeben, wenn eine Speicherreservierung fehlschlägt.

  • Wiederherstellung nach Stapelüberläufen mit _resetstkoflw

  • Neue Funktionen, die über das Jahr 2038 hinausgehende Datumsangaben ermöglichen:

    _ctime64

    _wfindnext64

    _gmtime64

    _wstat64

    _wctime64

    _fstat64

    _localtime64

    _time64

    _findfirst64

    _ftime64

    _mktime64

    _utime64

    _wfindfirst64

    _futime64

    _stat64

    _wutime64

    _findnext64

     

     

     

  • Konfigurieren von Debugheapüberprüfungen mithilfe von _CrtSetDbgFlag.

  • Festlegen von Blocktypen und untergeordneten Blocktypen: _CrtReportBlockType

  • Mathematische Konstanten

  • Neue Breitzeichenfunktionen:

    _cwprintf

    _putwch

    _putws

    _wtof

  • Neue __int64-Versionen von Zeichenfolgenfunktionen:

    _strtoi64

    _strtoui64

    _wctoi64

    _wcstoui64

  • Neue Unicodeversionen von Konsolenfunktionen:

    _getwch

    _ungetwch

    cgetws

    _getwche

    _cwscanf

     

     

     

  • Neue Zeichenfolgenfunktionen, die die Anzahl der Zeichen berechnen, die zum Drucken von formatierten Daten benötigt werden:

    _scprintf

    _scwprintf

    _vscprintf

    _vscwprintf

    _snscanf

    _snwscanf

     

     

  • Funktionen zum Ausrichten von Daten.

  • _set_security_error_handler, zum Registrieren eines Sicherheitsfehlerhandlers.

  • Aufgrund des Zeitplans für die Release von C99 ist diese Version von Visual C++ nicht mit diesem Standard konform.

  • Neue Funktionen zur Änderung der Bytereihenfolge: _byteswap_uint64, _byteswap_ulong, _byteswap_ushort.

  • _set_SSE2_enable zum Verwenden von SSE2-Anweisungen.

  • _CrtSetReportHook2.

Microsoft Foundation Class-Bibliothek (MFC-Bibliothek)

  • Die Referenzthemen für MFC enthalten Hunderte neuer Codebeispiele.

  • Statische Umwandlung und MFC-Meldungszuordnungen   Ab Visual C++ .NET gewährleistet MFC eine strengere Typüberprüfung von Rückgabe- und Parametertypen der Meldungshandlerfunktionen. Dieses neue Verhalten informiert den Entwickler über mögliche Probleme, indem potenziell nicht gesicherte Meldungshandler durch eine Fehlermeldung gekennzeichnet werden. MFC verwendet nun statische Typumwandlungen für ON_MESSAGE, ON_REGISTERED_MESSAGE, ON_THREAD_MESSAGE und ON_REGISTERED_THREAD_MESSAGE.

    Beispielsweise konnte ein Entwickler bisher eine Memberfunktion verwenden, die für ON_MESSAGE oder ON_REGISTERED_MESSAGE void anstelle von LRESULT zurückgab, und fehlerfrei kompilieren. In Visual C++ .NET werden potenzielle falsche Umwandlungen abgefangen und als Fehler gekennzeichnet. Der Entwickler kann das potenzielle Problem schnell beheben, indem er den Rückgabetyp (durch LRESULT) ersetzt und erneut kompiliert.

  • DHTML-Bearbeitungskomponente: CHtmlEditCtrl, CHtmlEditView, CHtmlEditDoc

  • DHTML-Dialogfelder: CDHtmlDialog, CMultiPageDHtmlDialog

  • ISAPI-Unterstützung zum Analysieren von Argumentlisten: CHttpArg, CHttpArgList

  • Unterstützung fensterloser Steuerelemente: COleControlSite, COleControlContainer und COccManager

  • Verbesserte Unterstützung für die Verwendung der HTML-Hilfe in einer MFC-Anwendung.

  • Windows 2000-Eigenschaftenblatt Drucken: CPrintDialogEx.

  • DAO-Unterstützung: Der MFC-Anwendungs-Assistent und der MFC-DLL-Anwendungs-Assistent von Visual C++ unterstützen keine DAO-Datenbankprojekte mehr. Mithilfe des Assistenten zum Hinzufügen von Klassen können jedoch weiterhin von DAO abgeleitete Klassen hinzugefügt werden. Für neue, systemeigene C++-Projekte empfiehlt Microsoft die Verwendung von OLE DB oder ODBC. Sie sollten DAO lediglich für die Verwaltung bereits bestehender Anwendungen einsetzen.

  • TRACE0, TRACE1, TRACE2 und TRACE3 wurden als veraltet eingestuft; verwenden Sie ATLTRACE2. TRACE bietet jetzt dieselbe Funktionalität wie ATLTRACE2.

  • Als Schriftart für ein Dialogfeld sollten Sie anstelle von MS Sans Serif oder Helv-Schriftarten MS Shell Dlg auswählen. In früheren Versionen von MFC wurden MS Sans Serif oder Helv automatisch durch DEFAULT_GUI_FONT oder die Systemschriftart ersetzt. Dies ist nun nicht mehr der Fall.

  • Verbesserte Unterstützung für lokalisierte Ressourcen in Satelliten-DLLs.

OLE DB-Vorlagen

Die folgenden OLE DB-Vorlagen werden in Visual C++ zur Verfügung gestellt:

  • Neue Consumerklassen: CDataConnection, CDynamicAccessor, CDynamicParameterAccessor, CDynamicStringAccessor, CDynamicStringAccessorA, CDynamicStringAccessorW, CStreamRowset, CXMLAccessor.

  • Neue Consumermakros: COLUMN_NAME*-Makros zum Binden an eine spezifische Spalte in der Datenbank über den Namen sowie BLOB*-Makros zum Binden von BLOBs (Binary Large Objects).

  • Neue Anbieterklassen: IDBSchemaRowsetImpl, IErrorRecordsImpl, IRowsetChangeImpl, IRowsetCreatorImpl, IRowsetNotifyCP, IRowsetNotifyImpl, IRowsetLocateImpl, IRowsetUpdateImpl.

Neue 64-Bit-Datentypen

Die Methoden in einigen OLE DB-Vorlagenklassen wurden geändert, sodass anstelle der alten 32-Bit-Datentypen die neuen 64-Bit-Datentypen verwendet werden. Die Dokumentation wurde gemäß diesen Änderungen aktualisiert. Für den Fall, dass Diskrepanzen zwischen der Dokumentation und den Headerdateien (atldb.h, atldbcli.h und atldbsch.h) auftreten, gilt, dass die Headerdateien die aktuellsten Parametertypen enthalten.

Freigegebene Klassen

Etliche der neuen und überarbeiteten Klassen können nun in jedem Visual C++-Programm verwendet werden.

C++-Standardbibliothek

Die C++-Standardbibliothek wurde aktualisiert:

  • hash_map-Klasse

  • hash_set-Klasse

  • Unterstützung für optionale Ausnahmebehandlung.

  • Erweiterte Codeformatierung (Lesbarkeit).

  • Erweiterte DLL-Unterstützung (prozessübergreifende Übergabe von Objekten).

  • Erweiterte Multithreadingunterstützung.

  • Erweiterte Kompatibilität mit dem Standard.

Alte iostream-Bibliothek

In Visual C++ wird die alte iostream-Bibliothek nicht mehr verwendet. Jedes Mal, wenn Sie eine iostream-Funktion verwenden, erhalten Sie eine Warnmeldung. Möglicherweise wird die alte iostream-Bibliothek in zukünftigen Versionen nicht mehr vorhanden sein.

Bereitstellung und Neuverteilung einer Anwendung

Hinweis:

Möglicherweise sind einige der in diesem Thema erwähnten Features in der aktuellen Version von Visual C++ nicht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Neues in Visual C++.

Um Visual C++-Anwendungen zu verteilen, verwenden Sie Bereitstellung in Visual Studio. Dadurch können Sie Setup-Programmdateien generieren, Dateipakete erstellen und Veröffentlichungen auf Websites vornehmen.

Wenn Sie die Visual Studio-Bereitstellung nicht verwenden möchten und über eine systemeigene (nicht verwaltete) Visual C++-Anwendung verfügen, können Sie die Abhängigkeiten der Anwendung entdecken und ein eigenes Setupverfahren entwickeln.

Visual C++ .NET-Beispiele

Hinweis:

Möglicherweise sind einige der in diesem Thema erwähnten Features in der aktuellen Version von Visual C++ nicht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Neues in Visual C++.

Im Lieferumfang von Visual C++ .NET sind sämtliche neuen Beispiele für folgende Bereiche enthalten:

  • C-Laufzeitbibliothek

  • ATL-Server

  • Attribute

  • Managed Extensions for C++

  • MASM

  • Debuggen

  • Benutzerdefinierter Assistent

    Hinweis:

    Da sich die Assistentenarchitektur geändert hat, wurden die zuvor für benutzerdefinierte Assistenten bereitgestellten Beispiele entfernt und an ihrer Stelle neue Beispiele zur Verfügung gestellt.

  • Codemodell

  • Projektmodell

  • Ereignisbehandlung

  • International

  • Tailspin Toys-Anwendung

Darüber hinaus enthält Visual C++ .NET neue Beispiele für die folgenden Bereiche sowie Beispiele aus früheren Versionen:

  • MFC

  • ATL

  • COM-Unterstützung

  • STL (Standard Template Library)

Siehe auch

Weitere Ressourcen

Produktänderungen in Visual C++-Versionen